Die chromatische Harfe

Die chromatische Harfe ist ein außergewöhnliches Instrument, das viel zu bieten hat.
Für jeden Halbton gibt es eine eigene Saite, deshalb entfällt jegliche Mechanik (Klappen, Pedale).
Es ist ausnahmslos jede Tonart spielbar, ein Wechsel zwischen den Tonarten findet ganz einfach durch Umgreifen statt.
Durch die nicht notwendige Mechanik ist die chromatische Harfe in der Regel leichter und besser zu transportieren, als die meisten anderen Harfen (z.B. Volksharfe).

Die chromatische Harfe, von der wir hier sprechen, ist eine Kreuzsaitenharfe mit 6/6 System.

Zwei Ebenen mit je 6 Saiten (Ganztöne) kreuzen sich etwa in der Form wie in unserem Logo dargestellt.
 
Wenn man in der Spielposition aus von oben vorne auf die Harfe blickt, sieht man folgende Saitenverläufe:
Die erste Zeile nennt die Saiten, die von rechts unten nach links oben verlaufen (eine Ebene).
Die zweite Zeile nennt die Saiten, die von links unten nach rechts oben verlaufen (andere Ebene)


Die Ebenen kreuzen sich in Halbtonschritten, d.h. nach dem C kreuzt das C#, nach dem D das D# usw.
Ein C beispielsweise kann man durch das System der Kreuzung sowohl links unten (linke Hand), als auch rechts oben (rechte Hand) anspielen.
Ein C# kann entsprechend sowohl links oben (linke Hand), als auch rechts unten (rechte Hand) angespielt werden.

 

Dieses Instrument wurde 1997 in Kooperation von Christoph Pampuch mit der Klangwerkstatt ent­wickelt und hat sich inzwischen über Europa hinaus schon bis nach Amerika und Asien verbreitet. Mittlerweile gibt es neben der Klangwerkstatt auch schon mehrere Harfenbauer, die diesen Harfentyp in ihr Programm aufgenommen haben.

In Amerika scheint man aber eher das System 5/7 zu bevorzugen. Beim System 5/7 sind die Saiten auch kreuzweise angeordnet, aber in der Reihenfolge wie die schwarzen und weissen Tasten einer Piano-Tastatur, auf einer Seite 5 und auf der anderen 7 Saiten innerhalb einer 12 halbtönigen Oktave.